Verbrauerzentrale

 

 

Sicher Einkaufen im Internet
Verbraucherzentrale gibt Tipps zum "safer shoppen"
Hannover, 25.10.2012. Geld für bestellte Ware per Einzugsermächtigung vom
Konto des Verbrauchers abzubuchen und anschließend nicht zu liefern: Das
ist eine aktuell beliebte Masche von unseriösen Anbietern im Internet. Folgende
wichtige Tipps helfen dabei, einem unseriösen Internet-Unternehmen
nicht auf den Leim zu gehen:
Adress-Informationen: Im Impressum immer auf eine vollständige Geschäftsadresse
mit Angabe von Straße, Hausnummer, PLZ, Stadt, ggf. Land
und Telefon-, Fax- sowie E-Mail-Adresse achten. Geprellte Verbraucher, die
ihr Geld zurück haben wollen, scheitern häufig schon bei der Kontaktaufnahme
mit dem Anbieter. Auf E-Mails reagiert das Unternehmen nicht, eine Rufnummer
wird gar nicht erst genannt. Tipp: Finger weg von Anbietern, die keinerlei
Telefonnummer kommunizieren!
Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) und Widerrufsbelehrung: Unbedingt
vor dem Bestellvorgang die AGB des Anbieters lesen: gibt es eine
ordnungsgemäße Widerrufsbelehrung hat man eine Widerrufsfrist von mindestens
14 Tagen, die Ware kann bei Nichtgefallen kostenlos zurückgesandt
werden. Teilweise ersetzt ein uneingeschränktes Rückgaberecht das Widerrufsrecht.
Tipp: Finger weg von Anbietern die keine AGB und Widerrufsbelehrung
kommunizieren!
Bezahlart: Am sichersten wäre die Bezahlung per Rechnung, diese muss
erst nach Erhalt und Prüfung der Ware beglichen werden. Falls das nicht
möglich ist und Kontodaten für eine Einzugsermächtigung preisgegeben werden
sollen, unbedingt auf eine sichere Internetverbindung (erkennbar am
"https" vor der www-Adresse im Browser) achten. Sollte die Ware nicht eintreffen,
kann das Geld innerhalb von 8 Wochen (ab dem Buchungstag) zurückgebucht
werden. Tipp: Kontrollieren Sie deshalb regelmäßig Ihre Kontoauszüge!
Finger weg von einer Bezahlung im Voraus oder per Nachnahme!
Gütesiegel für Online-Shopping: „Bei Anbietern, die ein verlässliches Gütesiegel
verwenden, besteht kaum Gefahr betrogen zu werden“, sagt Kathrin
Körber, Rechtsexpertin der Verbraucherzentrale Niedersachsen. Die Siegel
des TÜV SÜD (Safer Shopping), des Trusted Shops, des Euro Labels EHI
oder BoniCert haben beispielsweise transparente und nachlesbare Qualitätskriterien
sowie nachvollziehbare Prüfverfahren (www.internet-guetesiegel.de).
„Verbraucher sollten sich deshalb mit den Gütesiegeln vertraut machen und
sich auf den entsprechenden Internetpräsenzen über die Darstellung informieren“,
sagt Körber. Zudem können Verbraucher dort zum Teil die Namen
der Anbieter finden, die diese Gütesiegel zu Unrecht verwendet haben.
Die Broschüre "Meine Daten – Praktische Tipps zum Datenschutz" der Verbraucherzentrale
Niedersachsen bietet auf 36 Seiten umfangreiche praktische Tipps zum persönlichen Datenschutz,
z. B. für sicheres Bezahlen im Internet. Diese steht zum Download oder als E-Book auf
http://www.verbraucherzentrale-niedersachsen.de/Meine_Daten zur Verfügung.

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