Was lange we(ä)hrt,...-Haseder Mühlenwehr wird endlich saniert


Kreis Hildesheim (lps2) Das defekte Südwehr an der großen Mühle in Hasede, das mit verantwortlich ist für den Wasserabfluss der Innerste im Bereich der Gemeinde Giesen, wird endlich umfangreich saniert. Vertreter der beteiligten Parteien trafen sich am Donnerstag, den 20.10. zum Spatenstich und freuten sich gemeinsam über die Lösung dieses lange bestehenden Problems.

Das Wehr in Hasede ist bereits seit über 20 Jahren defekt. Aufgrund der lange Zeit unklaren Eigentumsverhältnisse wurde die Reparatur jedoch bisher nicht durchgeführt. Nach vielen Verhandlungen und völlig unsicherer Rechtslage konnte vor geraumer Zeit eine Einigung erzielt werden, sodass die Reparatur geplant werden konnte. „Nach langer Zeit konnte nunmehr die Verantwortungen und Eigentumsverhältnisse geklärt werden“, so Umweltdezernent Helfried Basse.

Auch Joachim Engelke, geschäftsführender Gesellschafter der Fa. Gebr. Engelke Große Mühle, zeigt sich sichtlich erleichtert: „Dank guten Willens auf allen Seiten neigt sich eine unerfreuliche Geschichte nun zu einem glücklichen Ende“.
Oberhalb des Mühlengrabens wird das derzeit geschlossene und nicht mehr zu öffnende Südwehr erneuert, um die Wasserstände oberhalb von Hasede zu regulieren. An dem Wehr werden die Wehrtafeln sowie die gesamte Antriebstechnik ausgetauscht.

Die bestehende Ufersicherung der Insel zwischen den beiden Wehren ist nicht mehr tragfähig, die Betonufermauern teilweise hinterspült. Um die Insel zu schützen wird die abgängige Spundwand soweit möglich abgetrennt und die gesamte Uferlänge bis vor die Spundwände der Wehre neu gespundet. Die Spundwände werden dabei gegenseitig stabilisiert. Für die Wehrsanierung ist die Errichtung einer Baustraße und einer temporären Brücke erforderlich. Da die Baustraße durch das Naturschutzgebiet Haseder Busch führt, war u.a. dafür eine naturschutzrechtliche Befreiung zu beantragen. Die für die Erteilung der Befreiung erforderlichen naturschutzfachlichen Kartierungs-maßnahmen konnten erst im Laufe des vergangenen Jahres durchgeführt werden, was dazu führte, dass die Befreiung durch die Untere Naturschutzbehörde erst in diesem Jahr erteilt werden konnte.

Die Einrichtung der Baustelle erfolgt in der 44. Kalenderwoche. Unter Berücksichtigung von Schlechtwettertagen wird von einer maximalen Bauzeit von 4 Monaten ausgegangen.
Die Firma Engelke hat sich bereit erklärt, zukünftig den Betrieb, den Unterhalt und etwaige Reparaturen am Wehr zu übernehmen. Eine Verbesserung bei Überschwemmungen im Bereich der Gemeinden Giesen und den Unterliegern kann somit erzielt werden.

 

BU: Landrat Olaf Levonen zeigt sich erfreut und erleichtert über das Ende eines jahrelangen Streits, ebenso wie Heike Brennecke, Bürgermeisterin von Sarstedt, Kai Niemetz, Vertreter des erkrankten Giesener Bürgermeisters sowie Helfried Basse, zuständiger Dezernent in der Kreisverwaltung. Auch Patrick sowie Joachim Engelke mit dem Seniorchef des beauftragten Ingenieurbüros Joachim Pabsch freuen sich über die gemeinschaftlich gefundene Lösung.