Nervige Telefonwerbung hält an – hohe Dunkelziffer

Vom 1. Juli. bis 30. September 2014 nahmen rund 2.800 Verbraucher, davon 289 aus Niedersachsen, an der Umfrage teil. Dabei gaben rund 84 Prozent der Befragten an, niemals oder nicht bewusst in einen Werbeanruf eingewilligt zu haben. Dennoch werden sie zu einem Großteil telefonisch belästigt. Das ist nach Einschätzung der Verbraucherzentralen nur die Spitze des Eisberges. Da viele Betroffene die belästigenden Anrufe nicht melden, gehen die Verbraucherschützer von einer weitaus größeren Dunkelziffer aus.

Anti-Abzocke-Gesetz für mehr Verbraucherschutz

Am 9. Oktober 2013 trat das Anti-Abzocke-Gesetz in Kraft. Unerlaubte Anrufe werden seitdem mit erhöhten Bußgeldern geahndet. Außerdem wird geregelt, dass telefonisch angebahnte Verträge für die Vermittlung von Gewinnspielen nur noch mit einer Bestätigung in Textform wirksam werden. Damit wird für Gewinnspieldienste das Unterschieben von Verträgen am Telefon erschwert. „Unsere Umfrage zeigt deutlich, dass die Belästigung bei den Telefonanrufen nicht mehr überwiegend von Gewinnspielen ausgeht“, sagt Karin Goldbeck, Rechtsexpertin der Verbraucherzentrale Niedersachsen. Auch der Vertrieb von Produkten der Telefon- oder Internetdiensteanbieter, der Energieversorger, der Banken, der Versicherungen und der Zeitschriftenverlage habe mittlerweile hohe Anteile bei den Nennungen, so Goldbeck. In knapp 30 Prozent der Fälle hatten die Anrufe finanzielle Folgen, wie zum Beispiel Übersendung von Rechnungen oder Abbuchungen vom Konto. Eine andere Folge war der Abgleich oder die Abfrage von persönlichen Daten. In den restlichen Fällen waren für die angerufenen Verbraucher noch keine Folgen erkennbar.

Erhebung dauert an: Die Verbraucherzentralen sammeln weiterhin Beschwerden, um herauszufinden, ob die gesetzlichen Regelungen gegen belästigende Telefonwerbung nachgebessert werden müssen. Unter www.verbraucherzentrale-niedersachsen.de/umfrage-unerlaubte-werbeanrufe können Betroffene auch jetzt noch unerwünschte Belästigung mit Telefonwerbung melden.

 

Salvador da Bahia (ots) - Bundeskanzlerin Angela Merkel hat am Montag in einem Sportcamp in Salvador da Bahia ein Fußballtraining der besonderen Art kennengelernt. Mit Begeisterung trainieren hier mehrere hundert Kinder und Jugendliche aus den Favelas nicht nur das "jogo bonito", also das schöne Spiel, sondern bekommen gleichzeitig soziale Kompetenzen vermittelt: Teamgeist, Fairness, das friedliche Lösen von Konflikten oder Umweltbewusstsein.

Die Sportcamps werden von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH im Auftrag des Bundesentwicklungsministeriums (BMZ) und zusammen mit dem Deutschen Fußball Bund (DFB) und brasilianischen Partnern veranstaltet. Sie finden während der WM an allen Vorrunden-Spielorten der deutschen Nationalmannschaft statt.

Doch das ist nur der Anfang. Auch über die Weltmeisterschaft hinaus wird sich die GIZ in Brasilien für die Stärkung von Jugendlichen durch Sport engagieren. Schon in Südafrika haben mit finanzieller Unterstützung des BMZ und der Europäischen Union bis heute rund 60.000 Jugendliche von solchen Trainings profitiert - davon knapp 25.000 Mädchen. Sie haben mehr Selbstvertrauen und soziale Kompetenzen. Gewalt und Diskriminierung untereinander und gegen Dritte hingegen gingen zurück.

 

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Angebliche Forderungen zum Teil verjährt

Hannover,17.10.2013. Niedersächsische Verbraucher erhalten derzeit Mahnungen von der Inside Heute GmbH oder der Tropmi Payment GmbH. Geschäftsführer beider Internetseiten ist Andreas Schmidtlein, berüchtigt wegen zahlreicher Abzockereien aus vergangenen Jahren.

In den fragwürdigen Zahlungserinnerungen werden Verbraucher aufgefordert, die angeblich unbestrittenen Forderungen in Höhe von bis zu 102 Euro zu zahlen. Sie gelten für das zweite und letzte Vertragsjahr aus einer vermeintlichen Anmeldung bei opendownload.de, routenplaner-o.de oder auch p2p-heute.com aus den Jahren 2007 oder 2008.